von ERA Goslar

3.12.2015: Unternehmergespräch Energie

Potentiale finden, bewerten und effizient nutzen ist die eigentliche Herausforderung der Energiewende. Welche Potentiale in Gewerbegebieten schlummern oder durch virtuelle und physikalische Vernetzung der Energieinfrastruktur frei werden könnten, war Thema beim „Unternehmergespräch Energie“ am 3. Dezember.

Ein wichtiger lokaler Beitrag zur Energiewende wird zukünftig die so genannte energetische Nachbarschaft sein. Insbesondere in Gewerbegebieten gilt es, den Energiebedarf und die Energieflüsse sowie den Ressourcenbedarf der  Unternehmen zu ermitteln und geschickt miteinander zu vernetzen. Prof. Dr.-Ing. Matthias Reckzügel von der Hochschule Osnabrück zeigte in seinem Vortrag, wie das Konzept der Hybridnetze am Beispiel von Osnabrück aussehen kann. Marco Schmidt (Harz Energie) und Michael Stieler (ERA) berichteten anschließend von einem Praxisbeispiel vor Ort. Im Rahmen des Projektes „Quartier Okerstraße“ werden die energetischen Potentiale identifiziert. Es wird ein Vorschlag für eine optimierte Energienutzung unter Berücksichtigung der Solarflächen und einer Abwasserwärmenutzung über ein Wärmenetz erarbeitet. Die Fördermöglichkeiten für Quartiere und Netzwerke wurden in einem dritten Kurzvortrag von Thorben Vahlenkamp der Klimaschutz- und Energieagentur Niedersachsen aufgezeigt.

Gerade für energieintensive Unternehmen sind Energie- und Materialeffizienz wesentliche Wettbewerbsfaktoren. Geschickte Lösungen, wie beispielsweise entstehende Abwärme aus Fertigungsprozessen für Nachbarunternehmen nutzbar zu machen, sind zukunftsweisend. Projekte wie Wärme- oder Ressourcenpotentialkataster in Gewerbegebieten werden schon thematisiert.

Vorträge des Unternehmergesprächs:

 

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